Meine Nachbarin Begüm hatte uns (Malwina, Joanna und Michał (aus Polen)) zur ihren Eltern eingeladen. Nicht nur übernachten konnten wir dort, zum Frühstück und zum Abendessen waren wir auch ein paar Mal eingeladen.
Ankara war eher eine bedeutungslose Stadt in der anatolischen Provinz, bis Atatürk sie 1923 zur Hauptstadt der neuen türkischen Republik machte (zur bewussten Abgrenzung von der vorherigen osmanischen Hauptstadt Istanbul).
Heute ist sie mit an die 5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Im Zentrum befinden sich die Parlamentsgebäude, einige moderne Hochhäuser und eine Menge Shoppingmalls, die man in der Größe in Deutschland eher selten findet.
with Malwina, Michał and Joanna in a cab
Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in informellen Siedlungen (gecekondular), die stetig wachsen. Ein altes osmanisches Gesetz besagt nämlich, dass ein über Nacht errichtetes Haus auf öffentlichem Grund nicht abgerissen werden darf, weshalb diese provisorischen Bauten vom Staat größtenteils geduldet werden.
Natürlich versucht die Stadt aber auch, die Menschen zu überzeugen, die baufälligen Häuser zu verlassen. Die Infrastruktur in den "Dörfern in der Stadt" ist mangelhaft, zudem sind die Häuser selbstverständlich nicht erdbebensicher. Stattdessen sollen modernere Appartmenthäuser gebaut werden.
gecekondu
Im Museum für anatolische Zivilisation sind unzählige archäologische Funde zu besichtigen.
reliefs
Dieses Gefäß aus Elfenbein hat mir besonders gefallen:
Ankara kalesi / Zitadelle von Ankara
Metro için bekliyoruz. / Wir warten auf die U-Bahn.
Anıtkabir, das Mausoleum für Atatürk, ist ein monumentaler Bau aus Marmor und Beton. Im integrierten Museum sind persönliche Utensilien des "Vaters der Türken", Gemälde und wirklichkeitsnahe Modelle zum Befreiungs- und griechisch-türkischen Krieg u.ä. ausgestellt.
hakimiyet kayıtsız şartsız milletindir /
~ Bedingungslose Souveränität dem Volk
otogarda / am Busbahnhof
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